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Brücken brauchen konstruktiven Holzschutz

Hochkarätig besetzte Veranstaltung über Anforderungen an den Brückenbau


Schwäbisch Hall

 

22. Oktober 2010

 

Am 22. Oktober fand in Schwäbisch Hall ein Brücken-Symposium statt. Sechs Referenten gingen der Frage nach, ob Holz Zukunft hat. Dass dabei nicht nur ganz unterschiedliche Aspekte behandelt wurden, sondern die Verwendung von Holz im Brückenbau auch kritisch hinterfragt wurde, kam der Qualität der Veranstaltung zugute, die mit etwa 90 Teilnehmern sehr gut besucht war.


Foto: Max Reger, Landesforstpräsident und Geschäftsführer der ForstBW, eröffnete das Symposium




So berichtete zum Beispiel Prof. Dr.-Ing. Martin Mertens von der FH Bochum aus der Sicht des Bauwerksprüfers über eine Reihe von Schadensfällen an Bongossi-Brücken. Weil man in den 80er Jahren naiv auf die Haltbarkeit des Materials vertraute, wurden viele konstruktive Regeln verletzt. Das Fazit von Prof. Mertens: „Bei gut gestalteten Holzbrücken kann unabhängig von der verwendeten Holzart eine hohe Nutzungsdauer erwartet werden, wenn ein durchdachter konstruktiver Holzschutz vorhanden ist und ein ausreichender Unterhaltungsaufwand betrieben wird". Ein weiterer Referent, Prüfingenieur Matthias Gerold, kam zu dem gleichen Ergebnis. Er wies darauf hin, dass bei richtiger Behandlung die Unterhaltungskosten von Holzbrücken unter 1 % p.a. liegen. Seine dringende Bitte an Planer und Bauherren: nicht nach dem Prinzip „learning by doing" vorzugehen, sondern streng die Regeln, insbesondere die DIN 1074, zu beachten. Darüber, dass es im Brückenbau noch Optimierungsmöglichkeiten gibt, waren sich in der abschließenden Podiumsdiskussion alle Referenten einig.

 

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